Ist Stefan Beiten für den Totalverlust der InfraTrust-Fonds 2, 5 und 9 verantwortlich?

Stefan Beiten teilt uns auf seiner Website www.stefanbeiten.de zu seinem Engagement bei der CIG Wireless in den USA folgendes mit:

Bereits in 2011 konnte Stefan Beiten im Auftrag der Anleger das Tochterunternehmen der Berlin Atlantic in den USA, die CIG Wireless LLC, mehrheitlich an den Schweitzer Finanzinvestor Enex SA verkaufen, mit diesem Investor die CIG mit US$ 20 Millionen refinanzieren und an der Börse in New York listen. Darüber hinaus gab 2012 die Macquarie Bank New York dem Unternehmen eine Kreditlinie von US$ 150 Millionen. Damit konnte das Unternehmen einen rasanten Wachstumskurs einlegen. Es folgten eine Reihe weiterer großer Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 70 Millionen US$. Mit dem Einstieg der Finanzinvestoren Housatonic und Firtree  konnte der Unternehmenswert der CIG schließlich bis auf 140 Millionen US$ bis zum Exit über eine Reprivatisierung und Tradesale in 2015 gesteigert werden, was den institutionellen Investoren innerhalb von nur knapp drei Jahren einen Nettogewinn von über 90 Millionen US$ bescherte.

Im Statusreport der InfraTrust-Fonds aus Mai 2016 lässt uns Stephan Brückl zur Enteignung der InfraTrust-Fonds folgendes wissen:

„Klage in den USA eröffnet

CIG hat den angekündigten Merger tatsächlich vollzogen, alle common shareholders enteignet und die CIG aus dem OTC-Markt genommen. Bereits im Mai 2015 wurde dem Gericht die Schadensersatzklage Ihres Fonds zugestellt. Damit wurde eine Verjährung verhindert.
Nachdem die Beklagten bis Mitte Oktober 2015 keine Entschädigung angeboten haben wurde die Klage im Oktober 2015 rechtsanhängig gemacht.

Als erste Reaktion wurde unseren US-Anwälten (Foley & Partner) mitgeteilt, dass CIG deren D&O-Versicherung kontaktiert hat – vermutlich um zu sondieren, inwieweit die Versicherung Schadensersatz leisten kann und wird. Eine weitere Rückmeldung erfolgte bis zum heutigen Tage jedoch nicht.

Ein US-Richter musste nunmehr darüber entscheiden ob die Klage zugelassen wird, wovon unsere US-Anwälte ausgegangen sind. Der Richter hat die Klage im März 2016 an ein Gericht in Nevada verwiesen, nachdem sich alle Beklagten bereit erklärt haben sich dort verklagen zu lassen. Die Anwälte prüfen nunmehr, an welchem Gericht die Klage eingereicht wird.

Die IT-Fonds Zwei, Vier, Fünf und Neun führen die Klage gemeinsam mit dem US-Fonds Housatonic, der MfAM sowie weiterer einzelner Anleger.“

Im Statusreport der InfraTrust-Fonds aus März 2017 lässt uns Stephan Brückl zur Enteignung der InfraTrust-Fonds weiterhin wissen:

„Klage in den USA wird diesen Monat beim Federal Court in Nevada eingereicht

Zur Erinnerung: der Hauptinvestor FirTree hatte den CEO von CIG, Paul McGinn einseitig nur eigenen Interessen gegenüber verpflichtet, den geplanten Verkauf der Türme verheimlicht und die Veröffentlichung von Pressemitteilungen (trotz deutlichen Wachstums) quasi eingestellt.

Dies hatte einen massiven Kursverfall (von 3 USD auf 27 ct) zur Folge, in dessen Zusammenhang sich FirTree immer mehr Aktien zuteilen ließ. Mit dem Verkauf der Türme und dem sog. Delisting wurden alle Common Shareholders – also auch die IT-Fonds – enteignet. Ein Bundesstaatsrichter aus Florida hatte die Klage im März 2016 an ein Gericht in Nevada verwiesen.

Während die IT-Fonds und der US-Fonds Housatonic mit zweistelligen Mio.-Beträgen die CIG auf Wachstumskurs brachten sollten Housatonic, die Fonds und alle weiteren Anleger mit 1,8 Mio. USD abgefunden werden. Auf der anderen Seite erhielt der CEO Paul McGinn mindestens 2,5 Mio. USD. Die vorhandenen Interessenskonflikte zwischen dem CEO und den Common Share Anlegern wurden in einem speziellen Merger-Komitee von CIG festgestellt, welches die Transaktion trotzdem genehmigte.
….

Wie sich herausgestellt hat, wurden die vorbereitenden Gespräche für diesen Deal von Paul McGinn bereits seit Frühjahr 2014 geführt.

Demgegenüber hatte der Vorstand Paul McGinn noch im Juni 2014 gegenüber Herrn Krökel und mir berichtet, dass man eine weitere Expansion plane. FirTree solle abgelöst und neue Kapitalgeber mit günstigeren Konditionen gefunden werden, um später den geplanten Börsengang durchzuführen. Wie anhand einer Veröffentlichung zum Merger erkennbar wurde hat McGinn wissentlich massive Falschaussagen getätigt.

In der neuen Klageschrift wurden die von der Gegenseite zuletzt vorgebrachten Gegenargumente sowie die gerade erwähnten neuen Erkenntnisse zum Verlauf des Mergers eingearbeitet.

….

Nachdem der US-Fonds Housatonic sich aufgrund der Auflösung der von ihm betreuten betroffenen Einzelfonds entschieden hat, das Verfahren nicht fortzusetzen führen die Klage nun die IT-Fonds Zwei, Vier, Fünf und Neun gemeinsam mit MfAM sowie weiterer einzelner Anleger.“

Es stellt sich zunächst die Frage, weshalb ein professioneller amerikanischer Fonds seine eigenen  Ansprüche nicht weiter verfolgen möchte, aber Herr Brückl als deutscher Fondsmanager der InfraTrust-Fonds es besser weiß als die US-Profis? Herr Brückl hätte auch einfach die Ansprüche bei dem vorgesehenen „CIG Wireless Payment Fund“ geltend machen können. Da die Profiteure des CIG-Mergers selbst erkannt haben, dass die Vernichtung des Anlegergelder der InfraTrust-Fonds durch den Merger rechtlich nicht ohne Folgen bleiben könnte, hatte man bereits bei Abschluss des Mergers auf eine Sammelklage vorbereitet und unter www.CiGWirelessPaymentFund.com eine eigene Website eingerichtet. Weiterhin konnten die Anleger unter http://classaction.kccllc.net/CaseInfo.aspx?pas=CWM Ihre Ansprüche bis zum 15. August 2015 hier geltend machen und mussten dazu lediglich das vorbereitete Formular ausfüllen. 

Es ist zudem klar erkennbar, an den eigenen Aussagen der Herren Stefan Beiten und Stephan Brückl, dass hier entgegengesetzte Interessen vorliegen.

Schauen Sie sich unter dem folgenden Link auf Seite 2 an, wer kurz vor der Enteignung überhaupt Aktionäre der CIG Wireless waren:

https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1432754/000114420415001652/filename1.htm

Dort taucht dann wieder die Wireless Investment Fund AG auf, die frühere LTAP Management AG der BAC Berlin Atlantic Capital aus der Schweiz, die durch den Treuhänder Rolf Fenner gehalten wurde, vermutlich im Auftrag von Stefan Beiten.

https://www.secinfo.com/d17g81.q57.htm#1stPage

Die Wireless Investment Fund AG wurde Ende 2017 aufgelöst, nachdem bereits am 04.12.2015 die Liquidation eingeleitet wurde, was Sie hier nachlesen können:

https://www.shabex.ch/co/pub/wireless_investment_fund_ag_in_liquidation_CH-170.3.031.418-6.htm

Die entsprechenden Informationen, denen beim Einstieg von FirTree zugestimmt wurde, finden Sie hier:

http://www.getfilings.com/sec-filings/130807/CIG-WIRELESS-CORP_8-K/

Eine Sache ist völlig ungeklärt und wurde weder von Stephan Brückl noch von Stefan Beiten oder der gemeinsamen Rechtsanwältin Dr. Anke Bauermeister aufgeklärt: Nach eigenen Informationen ist Stefan Beiten im Auftrag der FirTree-Investoren tätig geworden und hat diesen „institutionellen Investoren innerhalb von nur knapp drei Jahren einen Nettogewinn von über 90 Millionen US$ beschert“. Gleichzeitig wurden aber die InfraTrust-Fonds enteignet (sowie die Wireless Investment Fund AG).

Stephan Beiten und Stephan Brückl sind jetzt Partner geworden, wie Sie auf der Website der Argo Capital Solutions GmbH hier unter „Unser Team“ nachlesen können, für die Stefan Beiten Werbung betreibt.

Trotzdem vertritt Stephan Brückl als Geschäftsführer nach wie vor die InfraTrust-Fonds und führt im Auftrag der InfraTrust-Fonds (und Stefan Beiten / Wireless Investment Fund AG) Prozesse in den USA. Es stellt sich die Frage, weshalb Stephan Brückl nicht direkt Stefan Beiten verklagt, der ja selbst einräumt, den FirTree-Investoren „innerhalb von nur knapp drei Jahren einen Nettogewinn von über 90 Millionen US$ beschert“ zu haben, während die InfraTrust-Fonds enteignet wurden.

Ggfls. ist ja Frau Dr. Bauermeister der Grund für diese Unterlassung, die ja bekanntlich alle Beteiligten gleichzeitig vertritt, worüber hier bereits ausführlich berichtet wurde. Der Interessen-Konflikt ist nicht mehr zu leugnen.

In jedem Fall stimmt uns zusätzlich die folgende Mitteilung von Herrn Brückl bedenklich, die er im März 2017 an die InfraTrust-Fonds Anleger versendet hat (seitdem ist es bedenklich ruhig geblieben):

„Um die Situation der Fonds zu entspannen, hat sich MfAM entschieden, auf sämtliche Forderungen an die Fonds zu verzichten, die weiteren Aktivitäten auf eigene Rechnung durchzuführen und erst im Erfolgsfall eine Kompensation mittels Besserungsscheins zu erwirken. Damit ist die Entlohnung der MfAM direkt an den Erfolg der weiteren Entwicklung gekoppelt.

Das Gesamtvolumen des Forderungsverzichts von MfAM (bei IT2, IT4, IT5 und IT9) beläuft sich auf ca. 2 Mio. USD. Damit ist die MfAM mit Abstand größter „Einzel-Investor“ der Fonds.

Darlehen: Rückzahlung verzögert sich weiterhin wegen Enteignungsversuch der US-Vorstände
Die Rückführung des Darlehens ist weiterhin zum einen vom Ausgang des US-Prozesses sowie von der Verwertung der Rings abhängig (s. o.). Wie festgestellt ist die MfAM mittlerweile mit Abstand größter Einzelfinanzier der Fonds.“

Hoffentlich liegt hier nicht auch noch Insolvenzverschleppung vor!
Sie können die jeweiligen SEC-filings der CIG Wireless, die den Verkauf der CIG Wireless sowie den nicht genehmigten Umtausch der atypischen stillen Beteiligungen ausführlich dokumentieren, nachfolgend runterladen.

Verkauf CIG Wireless und Enteignung der InfraTrust-Fonds sowie der Wireless Investment Fund AG:

https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1432754/000114420415023334/v407091_defm14c.htm

Durch Stefan Brückl veranlasster Umtausch der atypischen stillen Beteiligungen der InfraTrust-Fonds“ in Aktien der CIG Wireless, die danach sofort wertlos wurden:

http://www.equitystory.com/download/companies/cigwireless/Annual%20Reports/US12551W1071-JA-2013-EQ-E-00.pdf

Stephan Brückl hat den folgenden Konditionen bei dem ungenehmigten Umtausch in CIG Aktien zugestimmt bzw. den Weg dazu geebnet, wobei die Rolle von Stefan Beiten hierbei bisher ungeklärt ist:

(3) Compartment IT2, LP has dispositive power and voting power with respect to 25,289,853 shares of Common Stock issued on December 31, 2014. Compartment IT2, LP previously held Class A membership interests in Communications Infrastructure Group, LLC (“CiG LLC”), an indirect subsidiary of the Company. On December 31, 2014, pursuant to the Amended and Restated Limited Liability Company Operating Agreement, dated June 30, 2012, as amended (the “CiG LLC Agreement”), of CiG LLC, the Class A membership interests in CiG LLC held by Compartment IT2, LP were automatically exchanged into 25,289,853 shares of Common Stock of the Company at a terminating exchange price of $0.2788 per share (the “IT2 Exchange Shares”). Pursuant to the CiG LLC Agreement, the IT2 Exchange Shares are to be delivered to the Company, on behalf and for the benefit of Fir Tree Capital Opportunity (LN) Master Fund, L.P. and Fir Tree REF III Tower LLC, and are to be held in trust until so delivered. Fir Tree Capital Opportunity (LN) Master Fund, L.P. and Fir Tree REF III Tower LLC disclaim beneficial ownership of the IT2 Exchange Shares pursuant to Sections 13 and 16 of the Exchange Act.

 

(4) Compartment IT5, LP has dispositive power and voting power with respect to 14,200,567 shares of Common Stock issued on December 31, 2014. Compartment IT5, LP previously held Class A membership interests in CiG LLC. On December 31, 2014, pursuant to the CiG LLC Agreement, the Class A membership interests in CiG LLC held by Compartment IT5, LP were automatically exchanged into 14,200,567 shares of Common Stock of the Company at a terminating exchange price of $0.2788 per share (the “IT5 Exchange Shares”). Pursuant to the CiG LLC Agreement, the IT5 Exchange Shares are to be delivered to the Company, on behalf and for the benefit of Fir Tree Capital Opportunity (LN) Master Fund, L.P. and Fir Tree REF III Tower LLC, and are to be held in trust until so delivered. Fir

 

Tree Capital Opportunity (LN) Master Fund, L.P. and Fir Tree REF III Tower LLC disclaim beneficial ownership of the IT5 Exchange Shares pursuant to Sections 13 and 16 of the Exchange Act.

 

(5) Compartment IT9, LP has dispositive power and voting power with respect to 6,841,008 shares of Common Stock issued on March 31, 2015. Compartment IT9, LP previously held Class A membership interests in CiG LLC. On March 31, 2015, pursuant to the CiG LLC Agreement, the Class A membership interests in CiG LLC held by Compartment IT9, LP were automatically exchanged into 6,841,008 shares of Common Stock of the Company at a terminating exchange price of $0.0744 per share (the “IT9 Exchange Shares”). Pursuant to the CiG LLC Agreement, the IT9 Exchange Shares are to be delivered to the Company, on behalf and for the benefit of Fir Tree Capital Opportunity (LN) Master Fund, L.P. and Fir Tree REF III Tower LLC, and are to be held in trust until so delivered. Fir Tree Capital Opportunity (LN) Master Fund, L.P. and Fir Tree REF III Tower LLC disclaim beneficial ownership of the IT9 Exchange Shares pursuant to Sections 13 and 16 of the Exchange Act.

Für alle, die sich im Detail über die Entwicklung der CIG Wireless informieren möchten, haben wir hier eine entsprechende Datenbank für die notwendigen SEC-filing einkopiert:

https://www.lawinsider.com zu CIG Wireless

Wir mussten die Befürchtungen bekanntlich sehr früh äußern, dass die BAC-Gründer einen weiteren Totalverlust der von ihnen gemanagten Fonds herbeiführen……. Nun scheinen die InfraTrust-Fonds 2, 5 und 9 vollständig pleite zu sein und die BAC-Gründer haben einem weiteren amerikanischen Investor die Schuld zugeschoben, nachdem Sie selbst zuvor die Bedingungen als Fonds-Manager ausgehandelt hatten. Das erinnert uns doch an das Desaster der LifeTrust-Fonds, an dem ja gem. der BAC-Gründer die Bank Wells Frago die Schuld trägt und nicht der Kreditvertrag, den die BAC-Gründer zuvor selbst abgeschlossen und unterzeichnet hatten und sich dann damit bis heute „rühmen“. Glücklich ist es, dass die Anleger der InfraTrust-Fonds 6 und 8 nicht dem damaligen Umtauschangebot der Herren Beiten und Weil sowie von Herrn Brückl zugestimmt haben.

Auch die Anleger des BAF Berlin Animation Funds mussten einen Fondsskandal ertragen und haben Geld verloren, ebenso wie die Anleger des BAC Opportunity 1, über den wir demnächst noch weiteres berichten werden. In jedem Fall ist dieses „Zusammenspiel“ der Partner Stefan Beiten und Stephan Brückl bei den InfraTrust-Fonds und deren Rechtsanwältin Dr. Anke Bauermeister von der Kanzlei Herbst Bröker in Berlin ein klarer Fall für die Staatsanwaltschaft, denn es werden gegensätzliche Interessen offensichtlich gemeinsam vertreten, was die Frage aufwirft, weshalb das so ist und wer davon profitiert? Der Ausgang ist aber immer gleich: Untreue – und die Anleger sind ihr Geld los!